Tipps gegen Aufschieberitis Prokrastination

Die Aufschieberei (Prokrastination) aufzuschieben, da schwächelt er – unser innerer Schweinehund. Stefan Frädrich nennt ihn liebevoll „Günter“. Günter meint es eigentlich ganz gut mit uns. Seine positive Absicht: Sie sollen sich nicht überanstrengen oder sich um langweilige, unattraktive Aufgaben kümmern. Günter lähmt schon mal die Arbeitsorganisation.

Haben Sie Ihr Ablenkungsmanöver vor der Prokrastination schon erkannt?

Gerade als Sie endlich mit einer unliebsamen Tätigkeit beginnen wollen (Steuererklärung, Schreibtisch aufräumen), meldet er sich und kennt eine leichtere, dringendere, willkommenere andere Tätigkeit. Nur kurz mal E-Mails checken – könnte etwas Wichtiges dabei sein. Oder: Berta anrufen, die wartet auch schon lange. Ach, fast vergessen, die kleine Excel-Tabelle hier fertig stellen und dann mache ich die Steuererklärung. Und dann wird doch wieder nichts daraus – Ihr Schweinehund bewacht Ihre Komfortzone. Er sabotiert Sie mit verschiedenen Strategien und Sie hören ihn sagen: “Geht auch morgen noch!, Muss heute wirklich nicht sein … X kann nicht funktionieren …, besser ich mach vorher Y …”

Werden Sie sich Ihrer Ausweichmoment bewusst

  • Wann genau bin ich undiszipliniert?
  • Was genau tue ich, wenn ich meiner Aufgabe ausweiche?
  • Wie genau lenke ich mich ab? (E-Mails, telefonieren, Internetrecherche, …)
  • Wie fühle ich mich dabei in dem Augenblick? Überfordert? Unfähig?

Tipps, die Ihren inneren Schweinehund bändigen könnten

Fragen Sie sich:

  • Wird Liegengebliebenes durch Liegen lassen attraktiver? Je länger Lästiges verschoben wird, desto schwerer fällt es Ihnen, damit anzufangen.
  • Brauchen Sie Druck, um zu wissen, was zu tun ist? Auf den letzten Drücker Tätigkeiten verursachen leicht Flüchtigkeitsfehler.
  • Wie wird es sich anfühlen, ohne Erledigungsdruck zu arbeiten?
  • Für welches übergeordnete Ziel (z. B. Eigenheim abgezahlt in x Jahren) ist es lohnenswert, diese Arbeit weiterhin zu tun?
  • Wenn diese „Tageskröteerledigt ist, woran würden Sie dann denken, sich freuen? Was wäre möglich, wenn Sie … schon heute fertig hätten?
  • Wie würde sich die erledigte Aufgabe anfühlen? Womit würden Sie sich dann gerne beschäftigen?
  • Auf welches Teilziel könnten Sie sich jetzt einlassen? Versuchen Sie es mit der Salami-Taktik – täglich ein Scheibchen des Gesamtprojekts und am Ende ist „die Steuererklärung gegessen“ statt vergessen.

Prokrastination adé! Wechseln Sie ins TUN! Das ist die Abkürzung von Tag Und Nacht, oder rückwärts abgekürzt:  Nicht Unnötig Trödeln!

Also: fangen Sie einfach mit etwas Einfachem, Kleinen Ihrer Aufgabe an. Schnell befinden Sie sich so im Arbeitsflow, dass Sie mehr erledigen, als Sie sich vorgenommen haben. Auch schön, und Günter – schlaf weiter!

Falls sich Ihr Günter weiterhin hartnäckig zeigt: buchen Sie eines unserer Coachings.

 

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