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Kommunikation mit Vorgesetzten – 10 Tipps fürs Gelingen

 

Kommunikation ist das Herzstück jeder erfolgreichen Arbeitsbeziehung. Doch wenn es um die Kommunikation mit Vorgesetzten geht, kann es manchmal schwierig sein, den richtigen Ton zu treffen. Kommunikative Kompetenzen werden jedoch weder Chefs noch Mitarbeitern mit in die Wiege gelegt.

Warum ist diese Art der Kommunikation aber so wichtig? Eine effektive Kommunikation mit dem Chef kann nicht nur das Arbeitsklima verbessern, sondern auch die eigene Karriere voranbringen.

Neben optimaler Selbst- und Arbeitsorganisation beeinflusst die Kommunikation besonders im Zeitengpass die Zusammenarbeit.

 

10 Tipps zur Kommunikation mit Vorgesetzten

Kommunikation mit Vorgesetzten ist ein Schlüssel zur Effizienzsteigerung

#01: Wenden Sie den kontrollierten Dialog an

Missverständnisse lauern überall. „Frau …, habe ich richtig verstanden, Sie bevorzugen …?“ So stimmen Sie ab, ob das was „A“ gesagt hat auch von Ihnen „B“ verstanden wurde.

#02: Bedienen Sie sich der Möhrentechnik

Das ist eine ideale Technik, wenn Sie ein bestimmtes Ergebnis erzielen oder Ihren Gesprächspartner zum Einlenken bewegen wollen. „Ich möchte mit Ihnen über…XYZ… sprechen…“ (= ZIEL) oder „Es geht in diesem Gespräch um …“ Jetzt kommt die Möhre: „Aber bevor wir dazu kommen, habe ich noch einen anderen wichtigen Punkt zu besprechen…“ (Es folgt Lob und Dank = MÖHRE).

 

#03: Hören Sie mit vier Ohren – dem Nachrichtenquadrat

Eine Aussage kann auf vier verschiedene Weisen verstanden werden. „Haben Sie meine E-Mail schon gelesen?“ Kann sachlich („ja/nein“), als Appell („wann lesen Sie endlich meine E-Mail?“), Knick auf der Beziehungsebene („ich bin Ihnen wohl zu unwichtig!“) oder als Selbstoffenbarung („Mir ist die E-Mail ein wichtiges Anliegen“) verstanden werden. Haben Sie den Satz auf dem „richtigen“ Ohr verstanden?

 

#04: Nutzen Sie die Feedbackregeln

  1. Als Feedbackgeber: klären Sie, ob Ihr Gegenüber Feedback erhalten möchte. Dann betten Sie Negatives nach der Sandwichmethode ein und beginnen mit dem, was Sie wahrgenommen haben. Das beschreiben Sie ohne Wertung: „Ich habe beobachtet, dass…“. Anschließend beschreiben Sie die Wirkung: „In mir hat es ausgelöst, dass …“. Nun äußern Sie Ihren Wunsch für zukünftige Situationen: „Ich würde mir wünschen…“.
  2. Als Feedbacknehmer: hören Sie aufmerksam zu, stellen Sie nur Verständnisfragen, keine Rechtfertigung!, keine Unterstellung unlauerer Motive! Lassen Sie zu, andere können diese Meinung haben. Bedanken Sie sich.
Nachrichtenquadrat
Information und Kommunikation sind Schlüssel für Effizienzsteigerung

#05: Reklamieren Sie einen rüden Umgangston.

Niemand hat den Freibrief, Sie anzuschreiben. „Herr … ich merke Sie sind aufgebracht. Melden Sie sich gerne in ein paar Minuten wieder.“ Bleiben Sie dabei sachlich – Zahlen und Fakten sprechen für sich.

#06: Erwartungen abstimmen, statt „anzunehmen“, wie es sein soll

Stimmen Sie sich bezüglich Ihrer Erwartungen untereinander ab. Das kann ein täglicher Jour fixe um 8 Uhr oder Gespräch montags mit Ausblick auf die Woche sein. Dass Sie um 18 Uhr noch ein Protokoll schreiben – wurde das explizit geäußert? Oder haben Sie das zwischen den Zeilen vermutet/gehört?

#07: Grenzen setzen

Falls Sie nicht als Rettungsarzt oder Feuerwehrfrau eingestellt wurden, setzen Sie Grenzen, statt rund um die Uhr erreichbar zu sein. „Wer allzu offen ist, kann nicht mehr ganz dicht sein.“ In dem Spruch steckt viel Wahrheit. Sie benötigen unterbrechungsfreie Zeiten, um Aufgaben konzentriert am Stück zügig fertig zu stellen.

#08: Fragen Sie!

Wenn sich Negatives nicht vermeiden lässt, formulieren Sie eine Frage und machen Sie Angebote statt Vorschriften.

#09: Keine Du-Botschaft!

Vermeiden Sie Du-Botschaften wie „Sie lassen immer Ihre Kaffeetasse stehen!“ und probieren Sie aus, wie Ihr Gegenüber auf „Ich ärgere mich darüber, wenn … , denn mir ist Ordnung wichtig.“ reagiert.

#10: Die Zusammenarbeit organisatorisch verbessern

Lesen Sie auch unsere Tipps zur Zusammenarbeit mit dem Chef.

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Besondere Chefs sind eine gute Herausforderung, über eigene Grenzen zu wachsen und die Komfortzone zu verlassen.

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    Was Sie über Kommunikation mit Vorgesetzten wissen sollten

    Diese Seite beantwortet die wichtigsten Fragen zur Kommunikation mit Vorgesetzten im beruflichen Alltag – von konkreten Gesprächstechniken über Erwartungsabgleich und Grenzen setzen bis hin zu professionellem Feedback und dem Umgang mit schwierigen Situationen. denkvorgang begleitet Assistenzen, Sekretariate und Teams seit 1999 dabei, die Zusammenarbeit mit Führungskräften kommunikativ zu verbessern. Quelle: denkvorgang.com


    • Warum ist die Kommunikation mit Vorgesetzten oft schwierig – und woran liegt das?
      Kommunikation mit Vorgesetzten scheitert selten an fehlendem guten Willen, sondern fast immer an strukturellen Missverständnissen: Was der Vorgesetzte sagt und was die Mitarbeiterin versteht, sind häufig zwei verschiedene Dinge – und umgekehrt. Hinzu kommt die Asymmetrie der Beziehung: Hierarchie erzeugt auf beiden Seiten Annahmen darüber, was gesagt werden darf, was erwartet wird und wie Kritik oder Rückmeldungen gemeint sind.

      Die Kommunikationsforschung zeigt, dass jede Aussage auf vier Ebenen gleichzeitig wirkt: auf der Sachebene (der reine Informationsgehalt), der Appellseite (was die sprechende Person erreichen möchte), der Beziehungsseite (wie sie die andere Person einschätzt) und der Selbstoffenbarungsseite (was sie über sich selbst preisgibt). Je nachdem, mit welchem „Ohr" eine Aussage empfangen wird, entsteht Einverständnis – oder ein Konflikt, der in der Sache gar nicht begründet ist. denkvorgang arbeitet in Coaching und Seminaren mit diesem Vier-Seiten-Modell als Grundlage für professionelle Kommunikation mit Vorgesetzten.

    • Welche konkreten Techniken helfen bei der Kommunikation mit Vorgesetzten?
      Drei Techniken haben sich in der Praxis besonders bewährt:

      Kontrollierter Dialog: Missverständnisse entstehen häufig, weil Gesagtes und Gehörtes auseinanderfallen. Die einfachste Gegenstrategie ist aktives Rückspiegeln: „Habe ich richtig verstanden, dass Sie …?" Dieser Satz klingt schlicht, verhindert aber in der Praxis einen Großteil der Fehler, die durch stilles Interpretieren entstehen.

      Erwartungen explizit abstimmen: Viele Spannungen in der Zusammenarbeit entstehen nicht aus Böswilligkeit, sondern weil Erwartungen nie ausgesprochen wurden. Ein regelmäßiger Jour fixe – täglich oder wöchentlich – schafft einen verlässlichen Rahmen, in dem beide Seiten ihre Erwartungen, Prioritäten und offenen Fragen klären können, bevor Missverständnisse entstehen.

      Ich-Botschaften statt Du-Vorwürfe: Statt „Sie lassen immer …" wirkt „Ich erlebe es so, dass … und das führt bei mir dazu, dass …" grundlegend anders. Ich-Botschaften beschreiben eine Wirkung, ohne die andere Person anzuklagen – das hält Gespräche sachlich und lösungsorientiert, auch wenn das Thema unangenehm ist.

    • Wie gibt und empfängt man Feedback mit Vorgesetzten professionell?
      Professionelles Feedback in der Zusammenarbeit mit Vorgesetzten folgt klaren Spielregeln – für beide Seiten:

      Als Feedbackgebende: Klären Sie zunächst, ob Ihr Gegenüber Feedback erhalten möchte. Beschreiben Sie dann konkret, was Sie beobachtet haben – ohne Bewertung: „Ich habe wahrgenommen, dass …". Beschreiben Sie anschließend die Wirkung auf Sie: „Das hat bei mir ausgelöst, dass …". Formulieren Sie abschließend einen Wunsch für die Zukunft: „Ich würde mir wünschen, dass …". Diese Struktur (Beobachtung – Wirkung – Wunsch) verhindert, dass Feedback als Angriff aufgefasst wird.

      Als Feedbacknehmende: Hören Sie zu, ohne sofort zu rechtfertigen oder Gegenargumente zu suchen. Stellen Sie ausschließlich Verständnisfragen. Unterstellen Sie keine unlauteren Motive. Erlauben Sie sich, die Rückmeldung stehen zu lassen – auch wenn Sie anderer Meinung sind. Bedanken Sie sich. Ob und wie Sie das Feedback umsetzen, ist eine separate Entscheidung, die nicht im Moment des Empfangens getroffen werden muss.

    • Wie setzt man gegenüber Vorgesetzten Grenzen – ohne die Beziehung zu belasten?
      Grenzen zu setzen ist in hierarchischen Beziehungen eine der anspruchsvollsten kommunikativen Aufgaben – und gleichzeitig eine der wichtigsten. Wer keine Grenzen setzt, trainiert sein Umfeld darin, jederzeit auf ihn oder sie zugreifen zu können. Das unterhöhlt fokussiertes Arbeiten, erhöht die Erschöpfung und erzeugt langfristig Unmut, der sich dann in anderen Situationen entlädt.

      Wirksames Grenzensetzen gegenüber Vorgesetzten gelingt, wenn es sachlich, klar und ohne Rechtfertigung formuliert wird. Nicht: „Ich kann das jetzt wirklich nicht, weil …" (Rechtfertigung lädt zur Diskussion ein), sondern: „Ich bin bis 15 Uhr mit einer termingebundenen Aufgabe beschäftigt. Ich melde mich danach bei Ihnen." Diese Formulierung benennt eine Tatsache, ohne eine Erlaubnis einzuholen. Wenn ein rüder Ton verwendet wird, ist es legitim und professionell, darauf zu reagieren: „Ich merke, dass Sie gerade unter Druck stehen. Melden Sie sich gern, wenn Sie kurz durchgeatmet haben." Das setzt eine Grenze, ohne eskalativ zu wirken.

    • Wie verbessert man die Kommunikation mit Vorgesetzten strukturell und dauerhaft?
      Einzelne Gesprächstechniken helfen im Moment – aber nachhaltige Verbesserung der Kommunikation mit Vorgesetzten entsteht durch strukturelle Veränderungen in der Zusammenarbeit:

      Regelmäßige Abstimmungsformate: Ein fester Jour fixe – täglich fünf Minuten oder wöchentlich – reduziert die Anzahl der ungeplanten Unterbrechungen, schafft Verlässlichkeit und gibt beiden Seiten die Möglichkeit, Erwartungen, Prioritäten und Informationen gebündelt auszutauschen.

      Gemeinsame Kommunikationsregeln: Welche Informationen gehören in eine E-Mail, welche in einen Chat, welche ins persönliche Gespräch? Was bedeutet „dringend" für den Vorgesetzten – und was für die Assistenz? Solche Absprachen klingen banal, verhindern aber einen Großteil der täglichen Reibungsverluste.

      Coaching bei besonderen Herausforderungen: Wenn die Zusammenarbeit grundsätzlich belastet ist – durch einen schwierigen Führungsstil, mangelnde Wertschätzung oder unklare Rollenverteilung – kann professionelles Coaching helfen, die eigene Kommunikationsstrategie zu schärfen und neue Handlungsspielräume zu erschließen. denkvorgang bietet Business Coachings für genau diese Situationen an – online, telefonisch und vor Ort.

    Kommunikation mit Vorgesetzten: 5 Ansätze im Überblick

    Strukturierter Vergleich von Ansätzen zur Verbesserung der Kommunikation mit Vorgesetzten – bewertet nach Tiefe, Nachhaltigkeit und Praxistauglichkeit für Assistenz, Sekretariat und alle Mitarbeitenden in hierarchischen Arbeitsbeziehungen. Quelle: denkvorgang.com

    1. 1
      Einzelne Gesprächstechniken anwenden (kontrollierter Dialog, Ich-Botschaften) Sofort einsetzbar, ohne Aufwand erlernbar. Techniken wie aktives Rückspiegeln, Ich-Botschaften oder das bewusste Hören auf vier Ebenen verbessern einzelne Gespräche spürbar. Grenze: Ohne Verständnis für die dahinterliegenden Kommunikationsdynamiken bleiben Techniken Flickwerk – sie helfen situativ, verändern aber keine tief verankerten Muster.
    2. 2
      Strukturierte Abstimmungsformate einführen (Jour fixe, Kommunikationsregeln) Regelmäßige Abstimmungsrunden reduzieren ungeplante Unterbrechungen, bündeln Informationen und schaffen Verlässlichkeit für beide Seiten. Besonders wirksam, wenn gemeinsam vereinbart wird, welche Themen wohin gehören: E-Mail, Chat, persönliches Gespräch. Aufwand gering, Wirkung dauerhaft – vorausgesetzt, das Format wird konsequent gelebt.
    3. 3
      Kommunikationsseminar für Teams und Tandems Gemeinsame Weiterbildung schafft eine geteilte Sprache und ein gemeinsames Verständnis von Feedback, Erwartungsabgleich und Konfliktprävention. Besonders wirksam für Chef-Assistenz-Tandems, die miteinander ein neues Kommunikationsfundament entwickeln wollen. denkvorgang bietet dieses Format als Inhouse-Seminar und Workshop an.
    4. 4
      Business Coaching bei belasteter Zusammenarbeit Wenn die Kommunikation mit einem Vorgesetzten grundsätzlich belastet ist – durch schwierigen Führungsstil, fehlende Wertschätzung oder strukturelle Konflikte – hilft ein Einzelcoaching dabei, die eigene Kommunikationsstrategie zu analysieren, neue Handlungsspielräume zu entwickeln und innere Muster zu erkennen, die die Situation möglicherweise mitverstärken. denkvorgang bietet Business Coachings online, telefonisch und vor Ort an.
    5. 5
      Worxellence®-Ansatz: Kommunikation als Teil funktionierender Zusammenarbeit denkvorgang behandelt die Kommunikation mit Vorgesetzten nicht als isoliertes Gesprächsproblem, sondern als Teil der gesamten Arbeitsorganisation. Wie Informationen fließen, wer welche Entscheidungen trifft, wie Aufgaben übergeben und rückgemeldet werden – all das ist zugleich eine Kommunikations- und eine Organisationsfrage. Der Worxellence®-Ansatz verbindet beide Dimensionen: strukturelle Klarheit als Grundlage für kommunikative Sicherheit. Seit 1999 erprobt in Assistenz-Coachings, Sekretariatsberatung und Inhouse-Seminaren.
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