Umgang mit inneren Antreibern, Hetzern in der Arbeitsorganisation

Blockaden auf die Schliche kommen – Bremsen lösen – Fahrt aufnehmen

Nach vielen Starts und Landungen beim Segelfliegen wollte ich endlich meinen Fluglehrer loswerden (sorry Michael, falls Du das mal liest). Doch es war wie verhext. Im entscheidenden Moment war meine Landung zu schlecht für den Alleinflug. Ich verbrachte eine Woche in einem sogenannten Fluglager für Ü21. Ein richtig großer Flugplatz in entspannter Atmosphäre (Danke Helmut!). Am dritten Tag absolvierte ich meinen Alleinflug. Was war der entscheidende Unterschied? Ich fand es erst spät heraus. Der Grund lag verdeckt im Unterbewusstsein.

Zu viel Arbeit wegen limitierender Gedanken „Das geht bei uns nicht (anders)!“

Die einen bewegen sich erst, wenn der Leidensdruck zu hoch ist. Die anderen, weil sie motiviert sind von den Chancen, die durch Veränderungen entstehen. Erfolg ist eine Frage des Mindsets, der eigenen Haltung, des Vertrauens in die Selbstwirksamkeit. Ein blockiertes Mindset erkennen Sie an diesen Sätzen:

  • Das haben wir immer schon so gemacht!
  • Das will unsere IT nicht!
  • Die Hardware ist zu teuer!
  • Das bekomme ich beim Chef nicht durch!
  • Das geht nur, wenn alle mitmachen und da scheitern wir schon an …

 

Diese Blockaden lassen sich durch Hinterfragen auflösen. Beispielsweise in einem Arbeitsplatz-Coaching für gelungene Arbeitsorganisation. 

Das Arbeitsplatz-Coaching für gelungene Arbeitsorganisation bei unserem Kunden mit hohem Workload geht heute in die dritte Phase. Beim letzten Mal haben wir seine Aufgabenliste geprüft und eine individuelle Entscheidungsmatrix entwickelt.

Zu viel Arbeit – limitierendes Gedankenmuster: „Ich kann einfach nicht Nein sagen“

 

Es kann einen inneren Wertekonflikt zwischen „eine Arbeit übernehmen“ und „nicht mit den Lieblingsmenschen am Feierabend etwas unternehmen“ geben. Mit dem Kunden entwickeln wir Alternativen und Lösungen, beispielsweise mit diesen Ansätzen:

  1. Ansatz Werte klären: „Was ist Ihnen im Leben (am Arbeitsplatz, für Ihre Gesundheit, für den Lebensbereich Kontakt/Familie, …) wichtig?“
  2. Ansatz – wir machen einen Antreibertest: liegt die hohe Arbeitslast an  intrapersonellen Hetzern? Dazu zählen Denkmuster wie „Mach schnell!“, „Beweis den anderen, dass Du stark bist und alles schaffst.“, „Du musst es perfekt machen!“, „Du musst es allen Recht machen!“ Wie viele dieser Denkmuster haben sich manifestiert? Welche davon sind überholt? Welche davon können aufgelöst werden?
  3. Ansatz – Ja-Automatik-Bestandsaufnahme: „Bei wem funktioniert Ihr Ja-Sager-Knopf am besten? In welchen Situationen? Was sind die Strategien oder Lockrufe der Menschen, die Ihnen ein Ja entlocken, obwohl Sie Nein sagen könnten?“
  4. Ansatz – stimmige Antwortsätze als Alternative. Im Arbeitsplatz-Coaching entwickeln wir Antwortsätze für die nächsten konkreten Situationen.

 

Gehören Sie zu den Menschen, die

… den Drang haben, schnell mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu wollen? Oder zu denen, die es allen immer Recht machen möchten?

Dann haben Sie es mit mindestens einem inneren Antreiber, auch „Hetzer“ genannt, zu tun. Jeder von uns hat sie. Bei dem einen sind sie stärker, bei dem anderen schwächer ausgeprägt. Die positiven Wirkungen dieser Antreiber sind durchaus wünschenswert. Werden jedoch einer oder mehrere der Antreiber zu stark, kehrt sich der Effekt ins Negative, Sie geraten unter Stress, Zeitdruck.

Innere Antreiber sind Überzeugungen, Haltungen und Sichtweisen über sich selbst und die Umwelt, die Sie durch Erlebnisse und Erfahrungen übernommen haben. Diese „Hetzer“ sorgen dafür, dass Sie mehr geben, als für das nötige Ergebnis erforderlich wäre.

Mit diesen „Stimmen“ sprechen innere Antreiber zu Ihnen:

  1. „Sei immer perfekt!“
  2. „Mach immer schnell!“
  3. „Streng Dich immer an!“
  4. „Mach es immer allen recht!“
  5. „Sei immer stark!“

 

Online Seminar mit Antreibertest

Hier geht es zu den Inhalten des online Seminars mit Antreibertest, in dem Sie mehr über Ihre intrapersonellen Antreiber/Hetzer und die dadurch entstehenden Blockaden (zu viel Arbeit, z. B. wegen Perfektionsanspruch, Harmoniesucht, …) erfahren.

Diese Tipps können Ihnen helfen, der „Antreiber-Spirale“ zu entkommen:

  1. Achten Sie bewusst darauf, in welchen Alltagssituationen sich die Antreiber zeigen und woran Sie merken, dass sie sich negativ auswirken.
  2. Fragen Sie sich, was Sie diesem Antreiber bisher verdanken, wozu es gut ist, ihn zu haben?
  3. Prüfen Sie, aus welchem Lebensbereich, in welcher Situation Sie zukünftig auf ihn verzichten werden.
  4. Setzen Sie sich sogenannte Erlauber, die Sie sich in stressigen Situationen bewusst machen können: „Auch 90 % genügen.“, „Ich darf auch mal Fehler machen.“, „Ich darf mir Hilfe holen.“
  5. Führen Sie ein Erfolgstagebuch, in dem Sie Situationen festhalten, in denen Sie sich erfolgreich gegen Ihre Antreiber gewehrt haben, z. B. wenn vorschnell übernommene Aufgabe an den verantwortlichen zurückgegeben oder ein eigener Fehler direkt und offen angepackt wurde.

 

Ihre Zeit. Ihr Leben. Ihr Spielraum.

Rositta Beck - Vordenkerin und Expertin für Worxellence® Erfolgshebel

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