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Mentale Fähigkeiten beeinflussen Ihre Ergebnisse. Denn gerade der innere Dialog kann dazu führen, viel zu hart und zu lange zu arbeiten. Außerdem passen der Aufwand und das Ergebnis nicht zusammen.

Die Grenzen Ihrer mentalen Fähigkeiten zeigen sich in Ihren Ergebnissen und Erlebnissen

Sie arbeiten lange?

Sie arbeiten hart?

Sie strengen sich an! Machen es immer allen Recht.

Und trotzdem haben Sie die selben Ergebnisse wie letztes Jahr, das vorletzte Jahr, …

Sie verausgaben sich und ahnen, dass es anders gehen muss. Reine „harte Arbeit“ ist keine Lösung. Es nützt also nichts, nur auf der Ebene der Strukturen und des Verhaltens zu optimieren. Mentale Fähigkeiten sind mindestens ebenso wichtig!

 

5 % Strategie, 95 % Ihres Denken und Handelns läuft auf Autopilot

Mentale Ressourcen sind den wenigsten Menschen bewusst. 95 % des Alltags verbringen sie im Autopilot Modus. Eng damit verbunden ist die innere Einstellung. Ihre innere Atmosphäre schaffen auch Sie sich selbst durch …

  • die Art zu denken
  • die Laune, in der Sie sind
  • Annahmen von dem, wie etwas ist oder zu sein hat
  • das, was Sie glauben
  • Gewohnheiten, Ihr Hamsterrad
  • Erinnerungen aus der Vergangenheit
  • „offene“ Abrechnungen
  • Entscheidungen aus der Vergangenheit, die heute noch Einfluss nehmen, obwohl Sie heute eine andere Person sind als damals
  • innere Konflikte
  • Erwartungen an die Zukunft

 

Wie können Sie die Lücke zwischen Aufwand und Ergebnis schließen?

Jede Person trifft eine Entscheidung, z. B. über was sie nachdenkt, was sie für möglich hält und ob sie ihren Gedanken glaubt. Dieses Wählen ist auch abhängig von einem inneren Zustand: Power oder Sorge! Das ist entscheidend für Entscheidungen. Und: der innere Zustand ist änderbar!

Also: was beeinflusst langfristig Ihre Einstellung? Es sind Ihre Denkmuster, Ihr Autopilot, Ihre Glaubenssätze über die Welt! Glaubenssätze beeinflussen, was Sie denken, Ihre Widerstände, Bewertungen, Interpretationen, Blockaden, Ihre Handlungen, Ihre Annahmen über sich, das Erreichen Ihrer Ziele.

Nehmen wir zwei Menschen, die beruflich das Selbe machen, durch die selben Inhalte gehen, die selben Aufgaben haben. Einer ist erfolgreich, hat ein freies, vergnügtes Leben. Der andere macht, schuftet und müht sich, doch die großen Ergebnisse bleiben aus. Nichts scheint sich zu fügen … Was ist der Unterschied zwischen den beiden Personen?

Nur 3 % der Menschen haben ihre Ziele schriftlich fixiert. Diese Menschen wissen genau, WAS sie wollen! Deutlich mehr Menschen jammern über das, was sie nicht mehr wollen. Damit legen sie den Fokus auf den Mangel statt auf die Lösung. Klare Ziele = klare Prioritäten. Zu den Zielen haben wir weitere Beiträge zusammengefasst, einfach hier klicken. 

Strukturen schaffen

Sie können strategisch ansetzen und Ihren Autopiloten ändern!

Um Ihre Ziele mit Leichtigkeit zu erreichen, helfen Ihnen 6 höhere mentale Fähigkeiten. Dabei werden Sie Ihren Denkmuskel in die richtige Richtung trainieren. Die Lücke zwischen Aufwand und Ergebnis schließen.

Willkommen im Erfolgslevel 4!

Denkmuskeltraining, um die 6 höheren kognitiven Fähigkeiten zu nutzen

Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen mentale Prozesse. Unbewusst oder unreflektiert liegen diese Fähigkeiten brach. Mit dem Anwenden der 6 höheren Fähigkeiten kann die Beziehung zu etwas verbessert und erweitert werden.

1. Fähigkeit – Wahrnehmung trainieren:

Über das Sehen, Hören, Tasten, Schmecken oder Riechen nehmen wir unsere Umgebung und Informationen wahr. Diese Wahrnehmung kann permanent und fokussiert, zeitweise, geteilt oder selektiv erfolgen. Jeden Tag strömen mehr als 60.000 Gedanken durch Ihren Kopf.

Ihr Bewusstsein kann sich nur auf eine begrenze Anzahl von Elementen konzentrieren. Damit es nicht zu einer Reizüberflutung kommt, schaltet sich RAS ein. RAS steht für retikuläre Aktivierungssystem. Es ist verantwortlich für die Größe des Realitätsausschnitts, den Sie wahrnehmen. RAS bestimmt auch, was Sie wahrnehmen und welchen Dingen Sie Ihre mentalen Fähigkeiten und Kapazitäten widmen. RAS ist das Filtersystem Ihres Gehirns. Ihr Gehirn wählt aus, was nicht beachtet wird. Es löscht die meisten Eindrücke und lenkt die Aufmerksamkeit nur auf die wichtigen. Daher ist es auch so wichtig, zu wissen, WAS Sie wollen! Das kann die Ausrichtung auf Ihr Ziel oder einen Gegenstand erhöhen. Alles, was der Verwirkung dient, fügt sich aneinander.

„Dem Gehenden legt sich der Weg in die Füße!“ (Martin Walser)

Daher ist das WIE Ihrer Zielerreichung nicht relevant. Sie müssen nicht alle Schritte im Vorfeld genau wissen. Ihr RAS wird zu gegebener Zeit Gelegenheiten aufzeigen, dadurch Tipps geben.

Neben dem, was Sie wahr nehmen, findet ein Bewerten statt. Grundsätzlich sind die wahrgenommenen Informationen weder schlecht noch gut. Erst Ihre Bewertung macht sie dazu. Können Sie die Perspektive wechseln? Gelingt Ihnen der Gedanken Stopp: „Moment! Was gibt es Gutes daran, was ist das Geschenk für mich in dieser Situation?“  Ist es Ihnen möglich, nicht nur Ihren Teil sondern auch den Teil anderer darin zu erkennen? Des einen Freud kann des anderen Leid sein. In der Wahrnehmung liegen also große Chancen für mehr Leichtigkeit, mehr Zeit. Wer das Umdrehen des „Schlechten“ in das „Gute“ trainieren möchte, dem empfehle ich, mit 50 plus Listen zu arbeiten. Also 50+ Gründe, warum ich trotzdem dankbar sein kann, dass genau das passiert ist! Das könnte etwas dauern und gleichzeitig werden Sie dabei so viel kreativer. Tipp: Trainieren Sie Ihre Sichtweise, den Perspektiv Wechsel UND Ihre fünf Sinne. Prüfen Sie, von welchen Informationen sie sich mental „verabschieden“.

 

Souverän bleiben, inneren Dialog steuern
Deckel vom Kopf!

2. Fähigkeit – Vorstellungskraft trainieren:

„Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“  (Albert Einstein)

Alle großen Erfindungen waren zuerst ein Gedanke, eine Idee, bevor sie Realität wurden. Spitzensportler werden mental auf ihren Sieg vorbereitet. Dazu wird die Vorstellungskraft als eine unserer stärksten Fähigkeiten genutzt. Denken Sie groß! Können Sie sich Ihr Ziel vorstellen? Kann es sich eine andere Person vorstellen? Wenn diese Person es kann, dann können Sie es auch!  Sie wollen ja bestimmt nicht den Beweis antreten, dass andere es können, Sie aber nicht ;-).

Es geht also darum, ein klares Anliegen, ein emotional aufgeladenes Ziel als Kompass einzusetzen (Level 5 im Worxellence® System). Mit diesem Kompass sortieren Sie Ihre Aktivitäten. Ohne diesen Kompass dehnt sich Arbeit auf die Zeit aus, die Sie ihr zur Verfügung stellen. Von oben betrachtet, und Ihr Leben wird ja zwischen den Ohren entwickelt, geht es um die klare Zielausrichtung, um die Erfolgszeit Gestaltung.

Trainieren Sie, was sich Ihr Kopf noch nicht vorstellen kann. Übung macht den Meister, auch bei mentalen Fähigkeiten. Was können Sie verändern und erweitern, um sich Ihr Ziel vorzustellen? Es ist möglich. Andere können es auch. Erlauben Sie sich, groß zu denken.

Stellen Sie sich Ihr Ziel vor! Die Freude. Die Fülle! Die Gemeinschaft! Falls Geld ein Thema für Sie ist: Blättern Sie einmal in Luxus- und in Reisemagazinen. Es gibt noch so viel auf der Welt, von dem Sie nicht wissen, dass es das gibt. Sie werden sich so viel mehr vorstellen können. Gehen Sie in Geschäfte, in die Sie sonst nicht gehen. Lassen Sie sich dort beraten. Probieren Sie etwas an. Nehmen Sie sich den Deckel vom Kopf! Tipp: Sie sollten sich über Ihre Vorstellungskraft täglich mit Ihrem Anliegen, Ihren emotional „aufgeladenen“ Zielen verbinden. Spüren Sie rein, wie es sich anfühlen wird, wenn Sie Ihre Ziele erreicht haben!

Mehr erfahren zur Vorstellungskraft (hier klicken)

 

3. Fähigkeit – Vernunft-/Verstandesfaktor trainieren:

Um Momentum zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, setzen Sie Ihren Verstand ein. Weisen Sie den „Gedanken-Quatschi“ im Kopf zurück! Denn der Verstand hat die Fähigkeit, Gedanken bewusst zu wählen.

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die bewusst darüber entscheiden können, was sie denken wollen und was nicht. Sie können auch bewusst entscheiden, welche Gedanken Sie glauben! Wenn Sie glauben, dass Sie keine Zeit, kein Geld haben … Dann liefert Ihnen Ihr Unterbewusstsein genau dazu die Beweise.

Sie können bewusst entscheiden, wo Sie hin wollen UND wo nicht. Ihr Gefühl ist da ein gutes Navigationssystem. Was Sie nicht wollen, spüren Sie. Sie sind der/die Chef:in im Kopf! Denken Sie passiv und lassen sich von Ihren Gedanken mitnehmen? Oder denken Sie aktiv, über Ihre Vorstellungskraft, an Ihre Ziele, …?

Trainieren Sie Ihre Fähigkeit zu analysieren, zu hinterfragen, Ihre Glaubenssätze  zu Zeit oder Geld aufzulösen.

  • Zahlt der Gedanke „Ich habe keine Zeit“ auf Ihr Ziel ein?
  • Wollen Sie den Gedanken glauben?
    • Wenn nicht, wie wollen Sie es haben?
    • Ist der Gedanke dienlich/förderlich?
  • Stimmt der Gedanke für mich?
  • Stimmt der Gedanke immer?
  • Stimmt der Gedanke für jeden Menschen?

Tipp: Wählen Sie bewusst Gedanken und Ideen aus, um Ihre mentalen Fähigkeiten optimal zu nutzen.

 

Aktives oder passives Denken

4. Fähigkeit – Willen trainieren:

Haben Sie den Willen „es“ zu tun?!

Wie gut können Sie sich auf eine bestimmte Sache konzentrieren und alles andere um Sie herum ausblenden? Wie hoch ist Ihre Frustrationstoleranz?

Der Wille blendet alle Gedanken, Ablenkungen und Situationen aus, die der Zielerreichung im Weg stehen würden. Ihre Willenskraft unterstützt Sie also dabei, beständig „am Ball zu bleiben“. Denn Sie versprechen sich dadurch eine Belohnung. Dazu gibt es auf YouTube ein Video mit Kindern (Marshmallow Test).

Tipp: Trainieren Sie Ihren Willen und Ihre mentalen Fähigkeiten in kleinen Schritten: Immer, wenn Sie sonst nichts zu tun haben, z. B. im Stau stehen, schauen Sie auf einen Punkt. Bleiben Sie bei dem Punkt und bleiben Sie dabei, nur den Punkt anzuschauen, ohne weitere Gedanken zuzulassen. Zusatz-Tipp: Machen Sie sich Ihre Belohnung durch den Aufschub der anderen Aktivitäten bewusst.

 

5. Fähigkeit – Erinnerungsvermögen/Gedächtnis trainieren:

Unser Gedächtnis erlaubt, Information zu memorieren und wieder abzurufen. Dabei gelangen Informationen ins Kurzzeit-, Arbeits- oder Langzeitgedächtnis. Bestimmte Erinnerungen sind uns präsenter, insbesondere, wenn sie mit starken Emotionen verknüpft sind. Es schlummern auch unbewusste Erinnerungen in uns, die erst durch einen Trigger wieder hervor gerufen werden. Negatives hat eine längere „Halbwertszeit“ als Positives. Das Gehirn beschäftigt sich in Pausen gerne mit ungelösten Konflikten oder Problemen. Das Erinnern gilt fürs Jetzt und es funktioniert auch für die Vergangenheit. Sie können in vergangene Momente gehen und diese umschreiben. Sie können diese Erinnerungen so umschreiben, wie Sie es haben möchten und dann neu abspeichern. Auch für die Ansammlung von Wissen ist Ihr Gedächtnis der Ort. In Kombination mit der Vorstellungskraft und dem Gedächtnis unterstützen beide das Dranbleiben am Ziel.

Tipp: Sorgen Sie für einen Fundus an positiven Erfahrungen, so dass Sie in schwierigen Situationen leicht Zugang zu Ihren Erfolgen oder positiven Erlebnissen haben.

Mentale Fähigkeiten nutzen, Gehirn als Leistungskurbel
Intuition

6. Fähigkeit – Intuition (Geistesblitze) empfangen:

Intuition wird auch als sechster Sinn bezeichnet. Oft fallen uns Lösungen unter der Dusche ein. Zu einer Zeit, wo wir definitiv nicht im Arbeitsmodus sind. Als es einem meiner Kinder sehr sehr schlecht ging, hörte ich mich beten. Ich war so tief damit verbunden, unbedingt eine Lösung zu finden. Immer und immer wieder dachte ich „Bitte, Mama …“, meine Mutter starb schon sehr früh und sie kam mir in den Sinn, „was kann ich noooooch tun?! Wen kann ich nooooch ansprechen? Wie kann es gehen?“ Dann bekam ich plötzlich den Impuls, eine bestimmte Person anzurufen. Die Intuition ist für mich das, wo etwas Größeres, die universelle Intelligenz antwortet. Sozusagen, die Antwort auf meine Gebete sendet. Und dann kommt ein Impuls, dann ist das die Antwort. Und die Herausforderung liegt darin, diesen Impulsen auch sofort zu folgen, auch wenn sie unlogisch sind und sicherlich oft mit unseren Glaubenssätzen oder Prinzipien in Konflikt geraten.

Tipp: Trainieren Sie Ihren Denkmuskel nicht nur sondern schaffen Sie sich bewusst auch Zeiten, wo Sie nichts tun oder einfach nur Ihr Haustier streicheln, etwas malen, auf einen See schauen, Ihre Frage mitnehmen, loslassen … Im Loslassen liegt viel Kraft. 

Was Sie über mentale Fähigkeiten wissen sollten

Diese Seite beantwortet die wichtigsten Fragen zu mentalen Fähigkeiten im beruflichen und persönlichen Kontext – von der Rolle des Autopiloten und des Retikulären Aktivierungssystems über die sechs höheren kognitiven Fähigkeiten (Wahrnehmung, Vorstellungskraft, Vernunft, Wille, Gedächtnis, Intuition) bis hin zur Verbindung zwischen mentalem Training und produktivem Arbeiten ohne Überstunden. denkvorgang integriert Denkmuskeltraining als Erfolgslevel 4 in das Worxellence®-System. Quelle: denkvorgang.com


  • Was sind mentale Fähigkeiten – und warum beeinflussen sie berufliche Ergebnisse?
    Mentale Fähigkeiten sind die kognitiven und psychologischen Prozesse, durch die wir Informationen wahrnehmen, verarbeiten, bewerten und in Handlungen übersetzen. Sie umfassen Wahrnehmung, Vorstellungskraft, Vernunft, Willenskraft, Gedächtnis und Intuition – und sie bestimmen, wie effektiv jemand denkt, entscheidet und handelt, unabhängig von Wissen oder Kompetenz.

    Der entscheidende Punkt: Rund 95 Prozent des Alltags laufen auf Autopilot ab. Das bedeutet, dass die meisten Entscheidungen, Reaktionen und Verhaltensweisen nicht bewusst gewählt, sondern von tief verankerten Denk- und Verhaltensmustern gesteuert werden – Glaubenssätzen, Gewohnheiten, Erinnerungen und inneren Konflikten. Wer nur auf der Ebene von Strukturen und Verhalten optimiert, aber diese mentale Ebene außer Acht lässt, wird dieselben Muster in neuen Strukturen wiederholen.

    Im beruflichen Kontext zeigt sich das klassisch: Zwei Menschen mit denselben Aufgaben, denselben Werkzeugen und demselben Wissen erzielen unterschiedliche Ergebnisse. Der Unterschied liegt nicht in der Methode, sondern in der inneren Einstellung – in dem, was sie für möglich halten, wie sie Herausforderungen bewerten und welche Gedanken sie glauben. denkvorgang behandelt mentale Fähigkeiten als Erfolgslevel 4 im Worxellence®-System – nach Strukturen, Selbstorganisation und Kommunikation.

  • Was ist das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS) – und wie beeinflusst es Produktivität und Zielerreichung?
    Das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS) ist ein Filtersystem im Gehirn, das darüber entscheidet, welche der täglich mehr als 60.000 Gedanken und Reize ins Bewusstsein gelangen – und welche herausgefiltert werden. Ohne dieses System wäre das Gehirn dauerhaft mit Reizüberflutung konfrontiert.

    Das RAS richtet seine Aufmerksamkeit auf das aus, worauf es trainiert ist. Konkret bedeutet das: Wer klar weiß, was er will, und sein Denken regelmäßig auf dieses Ziel ausrichtet, dem wird das RAS zunehmend Gelegenheiten, Hinweise und Möglichkeiten sichtbar machen, die vorher unsichtbar waren – nicht weil sie neu entstanden sind, sondern weil das Filtersystem sie jetzt als relevant markiert. Umgekehrt gilt: Wer sich mental hauptsächlich mit dem beschäftigt, was fehlt oder nicht klappt, richtet sein RAS auf Mangel aus – und bestätigt damit immer wieder dieselbe Wahrnehmung der Wirklichkeit.

    Für die Praxis heißt das: Klare, emotional aufgeladene Ziele sind kein Motivationstrick, sondern ein neurobiologisches Steuerungsinstrument. Nur rund 3 Prozent der Menschen haben ihre Ziele schriftlich fixiert – genau diese Menschen wissen, was sie wollen, und richten ihr RAS systematisch auf Lösungen statt auf Hindernisse aus.

  • Welche sechs höheren mentalen Fähigkeiten gibt es – und wie trainiert man sie?
    denkvorgang unterscheidet sechs höhere kognitive Fähigkeiten, die bei den meisten Menschen unreflektiert brachliegen – und durch bewusstes Training gezielt entwickelt werden können:

    1. Wahrnehmung: Die Fähigkeit, Informationen selektiv und fokussiert aufzunehmen – und gleichzeitig zu erkennen, welche Bewertung man automatisch hinzufügt. Training: Perspektivwechsel üben, bewusst fragen „Was ist das Gute daran?" statt automatisch zu bewerten.

    2. Vorstellungskraft: Die Fähigkeit, ein Ziel so lebhaft zu visualisieren, dass es emotional spürbar wird. Spitzensportler trainieren mentale Siegerbilder vor dem Wettkampf – dasselbe Prinzip gilt für berufliche Ziele. Training: Ziele täglich innerlich durchleben, nicht nur intellektuell kennen.

    3. Vernunft / Verstand: Die einzigartig menschliche Fähigkeit, Gedanken bewusst zu wählen statt passiv zu erleben. Training: Gedanken aktiv hinterfragen – „Zahlt dieser Gedanke auf mein Ziel ein? Stimmt er immer? Stimmt er für jeden?"

    4. Wille: Die Fähigkeit, fokussiert auf ein Ziel zuzugehen und Ablenkungen auszublenden – verbunden mit der Bereitschaft zum Belohnungsaufschub. Training: In kleinen Schritten üben, etwa durch bewusstes Aushalten von Pausen ohne Beschäftigung.

    5. Gedächtnis: Die Fähigkeit, positive Erlebnisse und Erfolge abrufbar zu halten – als Ressource in schwierigen Momenten. Training: Einen aktiven Fundus positiver Erfahrungen aufbauen, der in herausfordernden Situationen zugänglich ist.

    6. Intuition: Der sechste Sinn – Impulse und Eingebungen, die oft in Ruhemomenten auftauchen, wenn der analytische Verstand loslässt. Training: Bewusst Zeiten schaffen, in denen man nicht produktiv ist – und den auftauchenden Impulsen vertrauen und folgen.

  • Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Denken – und warum ist er entscheidend?
    Passives Denken bedeutet, dass man sich von Gedanken mitnehmen lässt – sie tauchen auf, werden für wahr gehalten und beeinflussen Stimmung, Entscheidungen und Verhalten ohne bewusste Prüfung. Das Ergebnis: Man handelt reaktiv, bestätigt immer wieder dieselben Muster und wundert sich, warum trotz harter Arbeit dieselben Ergebnisse entstehen.

    Aktives Denken bedeutet, die einzigartig menschliche Fähigkeit zu nutzen, Gedanken zu wählen. Nicht jeder Gedanke, der auftaucht, muss geglaubt werden. Nicht jede Bewertung, die automatisch entsteht, stimmt. Aktives Denken fragt: Ist dieser Gedanke wahr? Ist er dienlich? Welchen Gedanken wähle ich stattdessen bewusst?

    Im Arbeitskontext hat das direkte Konsequenzen: Wer passiv denkt, erlebt den Gedanken „Ich habe keine Zeit" als Tatsache – und handelt entsprechend gehetzt. Wer aktiv denkt, fragt: Stimmt das? Was will ich stattdessen glauben? Das Unterbewusstsein liefert zu jedem Glaubenssatz Beweise – es lohnt sich also, bewusst zu wählen, welche Überzeugungen man nährt. denkvorgang bezeichnet diesen Unterschied als den entscheidenden Hebel zwischen angestrengtem Schuften und leichtem Vorankommen.

  • Wie hängen mentale Fähigkeiten mit Büroeffizienz und Selbstmanagement zusammen?
    Mentale Fähigkeiten und praktische Büroeffizienz werden häufig als zwei getrennte Welten behandelt – die eine als „weiches" Persönlichkeitsthema, die andere als handfeste Organisationsfrage. In der Praxis sind sie untrennbar verbunden.

    Wer klare Ziele hat und sein RAS auf diese Ziele ausrichtet, priorisiert automatisch besser – weil sofort erkennbar ist, was auf das Ziel einzahlt und was nicht. Wer Glaubenssätze wie „Ohne Fleiß keinen Preis" oder „Ich muss immer verfügbar sein" aktiv hinterfragt, hört auf, sich durch überflüssige Mehrstunden zu beweisen. Wer seinen Willen trainiert, bleibt an Aufgaben dran, statt in Pseudo-Produktivität auszuweichen. Und wer bewusst Zeiten für Intuition und Erholung schützt, trifft bessere Entscheidungen als jemand, der im Dauerstress-Modus arbeitet.

    Das Worxellence®-System von denkvorgang ist deshalb fünfstufig aufgebaut: Strukturen und Prozesse, Selbstorganisation, Kommunikation und Tools bilden die ersten drei Ebenen. Mentale Fähigkeiten und Glaubenssätze sind Ebene vier. Ziele und Erfolgszeit sind Ebene fünf. Wer nur auf den unteren Ebenen arbeitet, ohne Ebene vier anzugehen, optimiert auf einem Fundament, das früher oder später wieder ins Rutschen gerät.

Mentale Fähigkeiten: 6 höhere kognitive Fähigkeiten im Überblick

Strukturierter Überblick der sechs höheren mentalen Fähigkeiten nach dem Denkmuskeltraining-Ansatz von denkvorgang – mit Beschreibung, Trainingsansatz und Verbindung zum beruflichen Alltag. Quelle: denkvorgang.com

  1. 1
    Wahrnehmung – selektiv und bewusst wahrnehmen Das Gehirn filtert täglich mehr als 60.000 Gedanken und Reize durch das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS). Wer weiß, was er will, trainiert sein RAS auf Lösungen und Chancen. Wer sich auf Probleme fokussiert, sieht mehr Probleme. Training: Bewusst fragen „Was ist das Geschenk in dieser Situation?" – auch wenn es schwerfällt. Perspektivwechsel als Muskel, der regelmäßige Übung braucht.
  2. 2
    Vorstellungskraft – Ziele innerlich erleben Alle großen Leistungen waren zuerst ein Gedanke. Spitzensportler nutzen mentale Visualisierung als Standardvorbereitung auf Wettkämpfe. Im Berufsalltag bedeutet das: Ein Ziel, das man täglich emotional spürbar erlebt – nicht nur intellektuell kennt – wirkt als Kompass für Prioritäten. Ohne diesen Kompass dehnt sich Arbeit auf die verfügbare Zeit aus.
  3. 3
    Vernunft / Verstand – Gedanken aktiv wählen Menschen sind die einzigen Lebewesen, die bewusst entscheiden können, welche Gedanken sie denken und welchen sie glauben. Passives Denken lässt Gedanken unkontrolliert wirken. Aktives Denken hinterfragt: Stimmt dieser Gedanke? Zahlt er auf mein Ziel ein? Das Unterbewusstsein liefert zu jedem Glaubenssatz Beweise – es lohnt sich, bewusst zu wählen, welche Überzeugungen man nährt.
  4. 4
    Wille – fokussiert am Ball bleiben Willenskraft ist die Fähigkeit, ablenkende Gedanken und Impulse auszublenden und an einer Aufgabe dranzubleiben – verbunden mit dem bewussten Aufschieben einer kurzfristigen Belohnung zugunsten eines größeren Ziels. Trainierbar in kleinen Schritten: bewusst Pausen aushalten, auf einen Punkt fokussieren, dem Impuls der Ablenkung nicht sofort nachgeben.
  5. 5
    Gedächtnis – Erfolge als Ressource speichern Negatives hat im Gedächtnis eine längere Halbwertszeit als Positives. Wer keinen aktiven Fundus an positiven Erfahrungen und Erfolgen aufbaut, hat in schwierigen Momenten keinen mentalen Gegenpol. Training: Positive Erlebnisse bewusst abspeichern, regelmäßig auf Erfolge zurückblicken und vergangene schwierige Situationen mental so umschreiben, dass man das Lernbare daraus mitnimmt statt das Schmerzhafte zu konservieren.
  6. 6
    Intuition – Impulse im Loslassen empfangen Intuition – oft als sechster Sinn bezeichnet – taucht meist in Ruhe- und Entspannungsmomenten auf, wenn der analytische Verstand nicht dominiert: unter der Dusche, beim Spaziergang, im Halbschlaf. Training: Bewusst Zeiten einplanen, in denen man nicht produktiv ist – und den auftauchenden Impulsen vertrauen, auch wenn sie zunächst unlogisch erscheinen. Im Loslassen liegt Kraft, die im Durcharbeiten nicht entsteht.

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