Home-Office Erfolgshebel 3: Umgang mit Unterbrechungen

 

Zuhause haben wir es mit ganz anderen Ablenkungen zu tun als im Unternehmen. Das Abgrenzen kann in diesem privaten Umfeld schwerer sein als im Unternehmen.

Private Unterbrechungen

Sie wollen gerade eine Telefonkonferenz starten, als

  • Ihr Lieblingsmensch die Dusche anstellt,
  • die  Waschmaschine piepst,
  • der Hund bellt,
  • Ihr Kind ruft,
  • der Nachbar klingelt,
  • der Briefträger kurz etwas bei Ihnen für den Nachbarn abgibt,
  • Oma Frieda anruft,
  • Kindertaxi ansteht,

 

Berufliche Unterbrechungen

Ein Hoch auf die räumliche Entfernung. So bleiben berufliche Unterbrechungen stärker außen vor und reduzieren sich auf

  • das Telefon,
  • Messenger Dienste oder
  • E-Mail

 

Ratgeber "Home-Office"

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Acht Tipps, wie Sie Dinge fokussiert und ohne Unterbrechungen fertig bekommen:

  1. Werten Sie Ihr Unterbrechungsprotokoll aus, um daraus störungsärmere Zeiten oder „Hauptverursacher“ abzuleiten.
  2. Starten Sie eine unterbrechungsfreie Zeit „Stille Stunde“ oder mindestens 30 Minuten abgeschottete Zeit und nehmen Sie sich bewusst bestimmte Arbeiten dafür auf Ihre Aufgabenliste.
  3. Kommunizieren Sie Signale, unter denen andere sichtbar erkennen, dass Sie gerade in einer Konzentrationsphase stecken:
    • eine geschlossene Tür
    • Türschild mit Dauer (z. B. kleines Whiteboard außen anbringen für Notizen) als Stoppschild oder rotes Ampelmännchen, eine Parkscheibe, eine Insel?
  4. Schalten Sie die E-Mail Benachrichtigung, Töne des Mobiltelefons aus

  5. Stimmen Sie sich intern ab und leiten Sie Ihr Telefon um auf
    • „Verbündete“ – wer hätte den selben Wunsch? Mit wem könnten Sie beispielsweise das Telefon in dieser Zeit tauschen? Rückrufe werden einfach per E-Mail in die Betreff-Zeile geschrieben „RR, Berta Blümchen, Frage zum Angebot, Telefon …“. Vorteil: Sie könnten am Stück Rückrufe tätigen, sich auf jeden Rückruf vorbereiten.
    • Anrufbeantworter
    • einen Sekretariatsdienst
  6. Gehen Sie sichtbar „in den Tunnel“ – dazu könnten Sie
    • ein Headset mit Musik (Empfehlung) oder
    • Ohrstöpsel tragen
    • einen Besprechungsraum nur für sich buchen
  7. Widerstehen Sie scheinbaren Ausnahmen mit „Sorry – bin ab 15 Uhr wieder ansprechbar!“ – Wiederholen Sie diesen Satz, wie ein Sprung in der Schallplatte auch, wenn Ihr Gegenüber  ein „Nur mal ganz kurz ...“ einfordert. Lernen Sie annahmegerecht Nein zu sagen.
  8. Prüfen Sie, ob langfristig Kernzeiten der Erreichbarkeit hilfreich wären.

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