٩͡[๏̯͡๏]۶ Sie haben da was falsch verstanden!

„Sie haben das was falsch verstanden!“

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Paul. Seine Berta schickt ihn zum Bäcker „Paul, kannst Du beim Bäcker Brot kaufen gehen? Und wenn Sie Eier haben, hole 6.“ Paul kommt mit 6 Broten zurück.

Welche Reaktion löst der Satz „Du hast mich falsch verstanden!“ in Ihnen aus? Rechtfertigung, Herabsetzung? Könnte es nicht ebenso anders sein – der andere hat sich falsch ausgedrückt?

Kommunikations-Tipp: weg mit den Du-Botschaften

Die Aussage hinter einer Du-Botschaft (auch wenn man sich siezt) betrifft die Beziehung zum Gesprächspartner. Eine Du-Botschaft erfüllt oder frustriert Bedürfnissen des Gegenübers. Solche Botschaften kommen häufig als Vorwurf beim Gegenüber an.

Kommunikations-Tipp: aus Du-Botschaften Ich-Botschaften machen

Der Selbsterhaltungstrieb des Menschen wird mit „Sie haben …“ Sätzen in einen Widerstand getrieben. Diese Sätze werden auch „Du-Botschaften“ genannt. Wer so kommuniziert, darf dazu lernen. Damit gelingt die Kommunikation untereinander leichter. 

Dagegen werden Ich-Botschaften vom Gegenüber als „Ich bin OK“ wahrgenommen und bestimmen sein Verhalten mit.

Je nach Ausgangssituation kann ein einfaches „Ich bedaure das Missverständnis!“ reichen, um anschließend einzuleiten, was stattdessen gewünscht war. Auch ein „Sorry, da habe ich mich nicht klar ausgedrückt.“ zeigt, wer Verantwortung übernimmt.

Warum Ich-Botschaften

  • Ich-Botschaften übernehmen Verantwortung
    • für eigenes Unbehagen, ehrlich mitgeteilt
    • überlassen dem anderen seine Verantwortung für sein Verhalten
    • enthält kaum negative Bewertungen
    • verletzt die Beziehung nicht
    • kann Bereitschaft zur Änderung fördern

 

Kommunikations-Tipp: wohlgeformte Ich-Botschaften mit drei Komponenten

Das Ziel von Ich-Botschaften ist, das Vertrauen zu fördern. Die Schritte zu wohlgeformten Ich-Botschaften gehen über das Verhalten hin zum Effekt und dem ausgelösten Gefühl:

  1. Beschreibung des Verhaltens über Zahlen, Daten, Fakten – was hat meine Verstimmung ausgelöst?
    Ziel: der andere kann das Gesagte überprüfen
  2. Konkreten Effekt schildern: „Bei mir hat das ausgelöst …“
    Ziel : dem anderen wird die Auswirkung klar.
  3. Gefühl zum Ausdruck bringen, das dadurch ausgelöst wurde.
    Ziel : Betroffenheit zeigen

 

Wann werden Sie Ihre nächste Ich-Botschaft formulieren?

 

Die Zusammenarbeit über gute Kommunikation aktiv gestalten