Tipps Nein sagen – 10 Muster Antworten
Sie fühlen sich überlastet?
Machen Sie Überstunden?
Wird die Situation von alleine bessser?
Hier denken Sie sich sicher Ihr erstes “Nein!” – prima.
Statt Ihrem Gegenüber ein “plattes” Nein zu liefern, verhandeln Sie Alternativen und entwickeln Sie Ihre Musterantwort. Dann klappt es auch besser mit Ihrer Arbeitsorganisation.
Vorstufe vor der Musterantwort: Erkennen Sie den Lockruf, auf den Sie am häufigsten mit einem Ja reagieren
Musterantworten für das Nein Sagen, die die Strategie Ihres Bittstellers aufdecken
4 Handlungsalternativen auf dem Weg Nein sagen zu lernen
Sie könnten …
- Bedenkzeit einfordern
- die Aufgabe verschieben
- Antworten „Ja, gerne – bis wann brauchen Sie es denn?“ oder „Ja, gerne – ist es OK, wenn ich das bis morgen Nachmittag erledige?“
- begrenzen (Volumen der Aufgabe, Zeitraum, Zeitrahmen, auf Ausnahme, auf Gefallen mit bitte um “Ausgleich” des Gefallen-Guthaben-Kontos, …)
Tipps Nein sagen – was könnten Sie ändern?
- Nehmen Sie Ihre Bedürfnisse wahr. Was erfüllt sich für Sie, wenn Sie bei Ihrem Ja bleiben statt mit einem Nein zu begrenzen?
- Sie haben das Gefühl jemand anderen zu verletzen oder sich unbeliebt zu machen, wenn sie NEIN sagen?
- Sie versprechen sich eventuell mehr Ansehen und Wertschätzung, wenn sie zu allem Ja sagen?
- Sie wollen nicht so gerne in Erklärungsnot kommen, weil sie NEIN sagen?
- Hatten Sie nicht schon hin und wieder das Gefühl, da hat mich jemand ausgenutzt?
- Schauen Sie sich das Ergebnis an: Was würde alles möglich, Sie könnten sich besser abgrenzen und das Nein annahmegerecht aussprechen?
- Enttarnen Sie die Strategien Ihrer “Bittsteller”, Sie zu einem Ja zu verlocken. War es
- ein Lob? “Frau Blümchen, niemand kann das so gut wie Sie …”
- die Unentbehrlichkeitsfalle? “Frau Freudensprung, ohne Sie würde hier alles zusammenbrechen, das kann sonst niemand anderes machen …”
- eine Überrumplung? “Frau Blümchen, könnten Sie nur mal ganz kurz …”
- Hilfsbedürftigkeit? “Hier ist gerade Papierstau, ich weiß nicht, wie ich das technisch lösen soll?”
- das Gewohnheits-Ja? “Sie kommen doch sowieso an der Post vorbei, nehmen Sie das hier … auch gleich mit?”
- Bereiten Sie sich auf die nächste Situation und Person mit “Musterantworten” vor
Musterantworten (noch auf Ihre Situation anpassen)
Bedanken Sie sich für das Vertrauen, das Ihnen bei der Übertragung entgegengebracht wird und lehnen Sie freundlich ab.
„Ihr Lob (Ihre Anerkennung) freut mich. Die Aufgabe kann ich am … (Termin) erledigen.”
„Dass Sie meine Arbeit so schätzen freut mich. Ich habe allerdings eine dringende Aufgabe übernommen, die bis morgen früh fertig sein muss und meine volle Konzentration erfordert.“
„Nein, aber danke fürs Fragen“
Würdigen Sie die Aufgabe:
„Das ist ein tolles Angebot!“
Machen Sie deutlich, dass Ihre Kräfte anderweitig gebunden sind, so dass Sie z. B. aus Gründen der Qualität leider Nein sagen.
„Ich freue mich, dass Sie mir das zutrauen, doch ich habe einen vollen Terminkalender und könnte die Aufgabe nicht in gewohnter Qualität bearbeiten.“
„Sie sind mir eine wichtige Kollegin!“ –
„Für keinen anderen würde ich das lieber machen als für Sie. Aber dieses Mal muss ich leider absagen.“
Sind Sie grundsätzlich bereit, nur heute nicht, dann sagen Sie dies. Bieten Sie an zu einem anderen Zeitpunkt auszuhelfen.
Schlussstrich bei Gewohnheitsrecht
„dieses eine letzte Mal, dann …“
Falls Ihnen eine andere Lösung einfällt, machen Sie einen Gegenvorschlag oder bieten Sie Alternativen an. Sie zeigen damit, dass Ihnen Ihr Gegenüber nicht egal ist, nur dass Sie ihm akut nicht helfen können.
„Nein, heute nicht, aber gern nächste Woche.“
„Bitte nein. Fragen Sie Frau Müller, sie hat möglicherweise gerade Zeit.“
„Tut mir leid, nein. Der Kopierer im Gang steht Ihnen zur Verfügung.“
„Nein, jetzt nicht, ein anderes Mal sehr gerne.“
„Bitte nein. Im Moment arbeite ich an xy, das duldet keinen Aufschub. Wenden Sie sich an Frau Müller, kopieren Sie es selbst oder lassen Sie die Unterlagen zwei Stunden liegen. Vielleicht komme ich später noch dazu.“
“Das ist für heute zu sportlich und nicht in der notwendigen Qualität zu erledigen. Ist es in Ordnung, wenn ich das am … mache?” Alternativ: “Haben Sie schon Herrn … gefragt?”
“Ich würde Ihnen heute gern helfen, aber ich bin auf dem Weg zur Konferenz, … Beim nächsten Mal gern.”
Bitten Sie um Bedenkzeit,
„Ich kann das gerade nicht entscheiden, ich melde mich bis xx bei Ihnen“
„Kannst Du mich nachher nochmal fragen?“
„Bis wann brauchen Sie meine Antwort auf Ihre Anfrage?“
Oder haken nach:
„für wen ist es?“,
„in welcher Qualität solle es geliefert werden“,
„bis wann ist dies zu erledigen?““Ich fühle mich gerade etwas überrumpelt. Geben Sie mir fünf Minuten Zeit, ich prüfe, was möglich ist und melde mich dann bei Ihnen.”
“Für heute habe ich noch 20 Minuten, die ich einsetzen könnte. Die Aufgabe wird dadurch sicher nicht fertig. Ich arbeite soweit ich komme und stelle Ihnen das Ergebnis zur Verfügung. Vielleicht kann Herr … daran weiter machen?”

